Das Dorf Erlenbach mit den Siedlungen Kleindorf, Leimern, Oberdorf, Stegweide / Rübelboden, Steini und den Neubaugebieten Bachmatte, Chilchboden und Stückli bildet seit jeher das geographische, wirtschaftliche und wohl auch kulturelle Zentrum der Gemeinde. Das einmalige, schützenswerte Dorfbild an der Simmentalstrasse verdankt seine Entstehung, zumindest auf der Ostseite des Dorfbaches, dem grauenhaften Dorfbrand von 1765. Ebenso haben die früher über die Landesgrenze hinaus bekannten Erlenbacher Märkte dem Dorf das Gepräge gegeben. Heute geht es um die Erhaltung der wohl verschiedenartigen, aber sich ergänzenden Bausubstanz. Dennoch sollen weder das Leben im Dorf noch ein gesunder Fortschritt gehemmt werden.
Mitten im Dorfzentrum zeugt das 1766 erbaute Agensteinhaus, das heutige Dorfmuseum, für die gelungene Renovation eines Gebäudes aus der Blüte der simmentalischen Zimmermannskunst.
Dorf und Kleindorf liegen zwischen der Klinik und der Talstation der Stockhornbahn. Diese beiden Betriebe prägen das Bild der Bäuert Erlenbach. Das 1987 neben dem Spital eröffnete Altersheim mit Pflegeabteilung bildet eine weitere markante Häusergruppe.
Das Baugewerbe, Holz und Metall verarbeitende Betriebe, sowie die Simmentaler Kraftwerke (SKW) haben sich im Talgrund angesiedelt. Dort ist das notwendige Terrain für grössere Betriebe vorhanden. Die das Siedlungsbild dominierenden Produktionshallen der Sägerei sind nach dem Grossbrand von 1991 neu aufgebaut und laufend erweitert worden.
Verschiedene Erweiterungen des Dorfkernes haben in den letzten Jahrzehnten stattgefunden. Oberhalb des Dorfes sind die Wohnquartiere Chilchboden, Bachmatte und Stückli entstanden. Die Einwohnergemeinde besitzt als Baulandreserve die «Weiermatte», ein eingezontes und erschlossenes Landstück zwischen Gross- und Kleindorf. Die Gemeinde verkauft hier zentral gelegenes Bauland.
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