In der Nachkriegszeit ist Erlenbach bis Mitte der neunziger Jahre stetig gewachsen. Heute leben in Erlenbach rund 1750 Menschen. Im Übrigen entspricht die Entwicklung der Gemeinde den gesamtschweizerischen Tendenzen: Weniger Landwirte, mehr Dienstleistungen, weniger Kinder pro Familie und mehr Fläche pro Wohnung.
Im Jahr 1850 zählte die Gemeinde Erlenbach 1370 Einwohner, die in 295 Haushaltungen wohnten. Am Ende des letzten Jahrhunderts erreichte sie während dem Eisenbahnbau einen ersten Höchststand von 1518 Einwohnern. Bis Mitte der konjunkturell schwächeren 30er-Jahre war ein markanter Rückgang zu verzeichnen. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren stieg die Einwohnerzahl wieder flach an bis in die 80erJahre. Danach erfolgte eine regelmässige Zunahme von etwa 2 Prozent jährlich. Seit Mitte 90er-Jahre verzeichnet Erlenbach wiederum eine Stabilisierung der Einwohnerzahl. Heute leben hier rund 1750 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Familien sind heute kleiner als früher. Es gibt mehr Haushalte mit weniger Personen.
Ein Blick auf die Entwicklung der Erwerbssektoren zeigt zum einen den rasanten Rückgang im Landwirtschaftssektor, wo immer weniger Erwerbstätige etwa gleich viele Tiere halten und etwa die gleiche Landfläche bewirtschaften. Der Anteil der Erwerbstätigen in Landwirtschaft und Viehzucht hat sich seit 1970 auf weniger als die Hälfte reduziert. Zum andern leben gegenüber 1970 fast doppelt so viele Leute von Dienstleistungen im Sozial-, Verwaltungs- oder Tourismusbereich. Das Gewerbe, damals noch stärkster Sektor in der Gemeinde, ist von der Zahl der Beschäftigten her gesehen heute nur noch halb so gross wie der Dienstleistungsbereich.
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